„800 Watt“ kann bei einem Balkonkraftwerk zwei verschiedene Größen bezeichnen: die Ausgangsleistung des Wechselrichters oder die Leistung der Module. Beide haben eine eigene Einheit und eine eigene gesetzliche Grenze. Diese Seite trennt sie und rechnet mit PVGIS 5.3 nach, was ein Aufbau dieser Klasse an einem deutschen Referenzstandort liefert.
Was bedeutet „Balkonkraftwerk mit 800 Watt“?
Im rechtlichen Rahmen bezeichnen die 800 den Wechselrichter. Die Bundesnetzagentur führt beide Grenzen getrennt auf: Die „installierte Leistung“ (Modulleistung) „darf maximal 2.000 Watt (2 kW) betragen“, während die „Wechselrichterleistung“ „auf insgesamt 800 VA beschränkt“ ist. Dieselbe Trennung steht in § 8 Abs. 5a EEG, der Steckersolargeräte „mit einer installierten Leistung von insgesamt bis zu 2 Kilowatt und einer Wechselrichterleistung von insgesamt bis zu 800 Voltampere“ privilegiert.
Im Sprachgebrauch steht dieselbe Zahl allerdings auch für die Module. Das Umweltbundesamt rechnet in seinen Umwelttipps für ein senkrecht montiertes „Steckersolargerät mit 800 Watt“ mit 665 Volllaststunden und kommt so auf einen „Jahresertrag von 532 Kilowattstunden (kWh)“ – 665 Stunden mal 0,8 Kilowatt, hier also 800 Watt Modulleistung. Aus der Zahl allein geht damit nicht hervor, welche der beiden Größen gemeint ist.
Wie weit die beiden Angaben an einem Gerät auseinanderliegen können, zeigt die Prüfung der Stiftung Warentest vom 22. Mai 2025: Alle acht geprüften Balkonkraftwerke arbeiteten mit einem Wechselrichter, der „800 Watt Strom liefern“ kann; soweit die Geräteliste die Modulleistung frei ausweist, lag sie zwischen 870 und 900 Wp. Die 800 im Namen und die Modulleistung waren bei keinem dieser Geräte dieselbe Zahl.
Unterscheiden lassen sich die beiden Angaben zuverlässig an der Einheit, nicht an der Zahl:
| Angabe auf Etikett oder Datenblatt | Worauf sie sich bezieht | Einheit |
|---|---|---|
| „870 Wp“, „2 × 450 W“, „Modulleistung“ | Leistung der Module unter Standard-Testbedingungen | Wp |
| „800 VA“ oder „800 W Ausgangsleistung“ auf dem Typenschild | Scheinleistung am Wechselrichterausgang | VA |
| „800 Watt“ allein im Produktnamen | nicht eindeutig; erst die Einheit auf dem Typenschild klärt es | – |
Stehen zwei Leistungsangaben nebeneinander, gehört die größere in aller Regel zu den Modulen. Bei einem Ein-Modul-Set kann die Modulleistung aber unter 800 Wp liegen und damit die kleinere der beiden Zahlen sein. Sicher trennen lassen sie sich nur über Wp und VA. Über 800 VA gelten die Sonderregelungen des EEG nicht mehr; was hinter der Einheit VA steckt, steht in 800-VA-Wechselrichter. Für die Ertragsrechnung dieser Seite zählt die Modulleistung, und deshalb wird sie im Folgenden durchgehend in Wp angegeben.
Wie viel Strom liefert ein Balkonkraftwerk mit 800 Watt im Jahr?
Zwischen 412 und 815 kWh, und die Montage entscheidet stärker als der Standort. Die folgenden Werte sind ein Modell mit offengelegten Annahmen, kein Messwert: Referenzstandort Berlin (52,52° N / 13,41° O), PVGIS 5.3 mit der Strahlungsdatenbank SARAH3, Stundenwerte der Jahre 2019 bis 2023 im Mittel, 14 Prozent Systemverluste, kristalline Module, 800 Wp Modulleistung. Standort und Zeitraum sind dieselben, mit denen der Vergleichsrechner dieser Seite arbeitet – die Zahlen lassen sich dort also nachstellen.
| Montage (800 Wp) | Jahresertrag | Kappungsverlust |
|---|---|---|
| 35° geneigt, Süd | 815 kWh | 0,0 % |
| senkrecht 90°, Süd | 589 kWh | 0,0 % |
| senkrecht 90°, Südost und Südwest geteilt | 546 kWh | 0,0 % |
| senkrecht 90°, Ost | 419 kWh | 0,0 % |
| senkrecht 90°, Ost-West geteilt | 412 kWh | 0,0 % |
Referenzstandort Berlin, Mittel der Jahre 2019 bis 2023.
Der Unterschied zwischen der besten und der schlechtesten Zeile beträgt knapp das Doppelte. Die Spanne über Deutschland fällt daneben klein aus: Für 800 Wp senkrecht nach Süden ergibt dasselbe Modell 554 kWh in Hamburg, 589 kWh in Berlin und 643 kWh in München. Wer zwischen Ausrichtungen abwägt, findet die Systematik in Ost-West oder Süd und die Brüstungsmontage im Detail in 90 Grad senkrecht; für die eigene Adresse rechnet der Rechner denselben Datensatz durch.
Der Vergleich mit dem Wert des Umweltbundesamts zeigt, wie stark die Methode wirkt: Dessen 665 Volllaststunden entstehen aus dem optimalen Anstellwinkel abzüglich pauschaler „ca. 30 Prozent“. Die Rechnung dieser Seite kommt für dieselbe Bauform auf 736 Volllaststunden, weil sie stundenweise mit einem konkreten Azimut und einem konkreten Standort rechnet statt mit einem pauschalen Abschlag. Beide Zahlen beschreiben dieselbe Anlage, die eine konservativer als die andere.
Warum ein 800-Wp-Aufbau die 800-VA-Grenze im Stundenmittel nie erreicht
In keiner der gerechneten Konfigurationen erreicht ein Aufbau mit 800 Wp die Grenze des Wechselrichters in einer einzigen Stunde des Jahres. Der höchste Stundenwert überhaupt liegt bei 671 Watt auf der 35-Grad-Fläche und bei 626 Watt an der senkrechten Südbrüstung. Der Kappungsverlust in der Tabelle oben ist deshalb nicht gerundet, sondern exakt null.
Der Grund ist die Kette der Verluste zwischen Datenblatt und Steckdose. Die Wp-Angabe gilt unter Standard-Testbedingungen: 1.000 W/m² Einstrahlung in der Modulebene, 25 °C Zelltemperatur und das Referenzspektrum AM 1,5. Diese Kombination tritt im Betrieb an einer Fassade nicht ein, und die Systemverluste kommen hinzu. Bei einem Verhältnis von 1:1 zwischen Modul- und Wechselrichterleistung bleibt damit dauerhaft Luft nach oben.
Praktisch heißt das: Bei 800 Wp ist nicht der Wechselrichter der Engpass, sondern die Modulfläche. Die Grenze fängt erst weiter oben an zu wirken.
| Modulleistung (senkrecht Süd) | höchster Stundenwert | Stunden über 800 W | gekappt |
|---|---|---|---|
| 800 Wp | 626 W | 0 | 0,0 kWh |
| 1.000 Wp | 783 W | 0 | 0,0 kWh |
| 1.100 Wp | 861 W | 5 | 0,1 kWh |
| 1.200 Wp | 940 W | 42 | 1,6 kWh |
| 1.600 Wp | 1.253 W | 320 | 46 kWh |
Referenzstandort Berlin, senkrechte Südmontage, Mittel der Jahre 2019 bis 2023.
An der senkrechten Südbrüstung setzt die Kappung erst bei 1.100 Wp ein, und bis dahin bleibt der Verlust unter einer Kilowattstunde im Jahr. Erst ab 1.600 Wp wird daraus eine Größe, die in der Jahresabrechnung auftaucht. Auf einer geneigten Fläche verschiebt sich die Schwelle spürbar nach unten, weil dort höhere Mittagsspitzen auftreten: Bei 35 Grad nach Süden liegt der höchste Stundenwert schon bei 1.000 Wp über der Grenze (839 W, 5 Stunden im Jahr), und bei 1.200 Wp gehen dort 12,3 kWh verloren statt 1,6 kWh.
Balkonkraftwerk mit 1.000 Watt: Was der Schritt bringt
Ein Aufbau mit 1.000 Wp liefert an der senkrechten Südbrüstung 736 kWh im Jahr, also 25 Prozent mehr als die 800-Wp-Variante. Gekappt wird davon nichts: Auch dieser Aufbau erreicht die 800-VA-Grenze an keiner Stunde des Jahres, sein höchster Stundenwert liegt bei 783 W. Der Zuwachs kommt vollständig aus der zusätzlichen Modulfläche und kommt vollständig im Hausnetz an.
Auch hier klärt erst die Einheit, worauf sich die Zahl bezieht. Steht die 1.000 für die Module, bleibt das Gerät hinter einem Wechselrichter mit höchstens 800 VA und damit innerhalb der Sonderregelungen. Ist dagegen der Wechselrichter auf mehr als 800 VA ausgelegt, sind diese Sonderregelungen nicht anwendbar: Die Bundesnetzagentur führt dazu selbst das Beispiel eines Geräts mit „900 VA maximal wählbarer Wechselrichterleistung“ an, für das sie „nicht anwendbar“ sind. Maßgeblich ist die höchste wählbare Leistung, nicht die eingestellte. Dann greift auch der Satz „zusätzliche gegenüber dem Netzbetreiber abzugebende Meldungen von Anlagen nach Satz 1 können nicht verlangt werden“ nicht mehr, und es gilt das reguläre Anschluss- und Meldeverfahren. Nach der Produktnorm DIN VDE V 0126-95 handelt es sich dann auch nicht mehr um ein Steckersolargerät: Die DKE ordnet solche Geräte als PV-Anlagen ein, die „nur von Fachbetrieben installiert und in Betrieb genommen werden“ dürfen.
Für die Angabe, ab 2026 seien 1.200 Watt Einspeiseleistung zulässig, findet sich im geltenden Recht keine Grundlage. Auch der Gesetzentwurf der Bundesregierung, der dem Bundesrat seit dem 14. August 2026 als Drucksache 470/26 vorliegt, ändert § 8 Abs. 5a Satz 1 nur redaktionell und lässt die Werte „bis zu 2 Kilowatt“ und „bis zu 800 Voltampere“ unverändert.
800 Wp oder 2.000 Wp am selben Wechselrichter?
Beide Aufbauten speisen über denselben 800-VA-Wechselrichter ein, liefern aber unterschiedlich viel. An der senkrechten Südbrüstung stehen 589 kWh gegen 1.321 kWh nach Kappung – 124 Prozent mehr für 150 Prozent mehr Modulleistung. Der Aufpreis für die zusätzlichen Module steht diesem Zuwachs gegenüber und ist eine Rechnung mit dem eigenen Strompreis: Amortisation mit Strompreis-Szenarien.
Die 800-Wp-Variante hat dabei zwei Eigenschaften, die in der Kilowattstundenzahl nicht sichtbar werden. Sie bleibt mit zwei Modulen an der Brüstung eine überschaubare Statikfrage, und sie liegt unterhalb der 960 Wp, bis zu denen die Produktnorm DIN VDE V 0126-95 den Haushaltsstecker vorsieht. Der Aufbau mit 2.000 Wp verlangt nach dieser Produktnorm eine Energiesteckvorrichtung und trägt vier bis fünf Module. Die Einordnung, was hier Gesetz und was Norm ist, steht in 960 Wp Schuko vs. 2.000 Wp; die vollständige Ertragsrechnung für 2.000 Wp mit dem Kappungsverlust nach Monaten in Balkonkraftwerk 2.000 Watt.
Registriert werden beide gleich: Eintrag im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme nach § 5 Abs. 5 MaStRV, eine gesonderte Meldung beim Netzbetreiber entfällt. Der Ablauf steht in Anmeldung im Marktstammdatenregister, die Lage im Mietverhältnis in Balkonkraftwerk für Mieter.
„Testsieger“ bei Balkonkraftwerken mit 800 Watt
Diese Seite veröffentlicht keine Produktbewertungen und nennt keine Marken. Überprüfbar ist dagegen, woran sich eine ernsthafte Vergleichsprüfung erkennen lässt: Sie nennt Prüfaufbau, Randbedingungen und Gewichtung, und sie benennt, wer sie bezahlt hat. Eine Rangliste ohne Methodenteil ist eine Meinung mit Tabelle.
Für die Klasse um 800 Watt existiert eine Prüfung durch die Stiftung Warentest, veröffentlicht am 22. Mai 2025 mit acht bifazialen Geräten an 800-Watt-Wechselrichtern. Die Ergebnisse stehen hinter einer Bezahlschranke und werden hier nicht wiedergegeben.
Beim Vergleich zweier Angebote dieser Klasse lohnt der Blick auf die Modulleistung in Wp statt auf die 800 im Namen, denn genau dort unterscheiden sich die Geräte. Als zweites Vergleichsmerkmal eignet sich die Zahl der unabhängig geregelten MPP-Tracker, sobald die Module in verschiedene Richtungen zeigen sollen: Ein Tracker führt beide Stränge auf denselben Arbeitspunkt.
Balkonkraftwerk mit 800 Watt und Speicher
Ein Speicher ändert den Jahresertrag nicht, sondern den Zeitpunkt, zu dem der Strom nutzbar ist. Bei 800 Wp fällt zudem der Anteil weg, den ein Speicher bei größeren Anlagen aus der gekappten Spitze zurückholt: Gekappt wird hier nichts. Der Nutzen beschränkt sich damit auf die Verschiebung des Mittagsüberschusses in den Abend, und ob sich das gegen den Aufpreis rechnet, hängt am Verbrauchsprofil. Die Rechnung dazu steht in Balkonkraftwerk mit Speicher, die Nachrüstung einer bestehenden Anlage in Speicher nachrüsten und die größere Konfiguration in Balkonkraftwerk 2.000 Watt mit Speicher.
Zwei Randbedingungen kommen mit dem Speicher hinzu. Nach der Kurzinformation des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (Stand März 2026) muss ein Speicher im Marktstammdatenregister angegeben und „zusätzlich auch beim Netzbetreiber angemeldet werden“; und die Produktnorm DIN VDE V 0126-95 deckt Steckersolargeräte mit Energiespeicher nach Auskunft der DKE „nicht ab“. Beides ist der Stand im August 2026.
Wie viel des erzeugten Stroms ohne Speicher im Haushalt bleibt, beziffert das Umweltbundesamt für diese Anlagengröße mit „ohne Speicher in Durchschnitt 45 Prozent“. Wie stark dieser Anteil vom Tagesablauf abhängt, steht in Eigenverbrauch nach Haushaltsprofil.
So ist gerechnet worden
Grundlage ist das Photovoltaic Geographical Information System (PVGIS) 5.3 der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission, Datenbank PVGIS-SARAH3 mit ERA5-Meteodaten. Abgerufen wurden Stundenwerte der Wechselstromleistung für den Referenzstandort Berlin (52,52° N / 13,41° O) und die Jahre 2019 bis 2023, Systemverluste 14 Prozent, kristalline Module, Montageart „gebäudeintegriert“, Horizont aus dem Geländemodell. Damit rechnet diese Seite mit demselben Standort und demselben Zeitraum wie der Rechner: Berlin ist dort die voreingestellte Stadt, und gemittelt wird über dieselben fünf Jahre. Auf jede Stunde wurde anschließend eine harte Begrenzung bei 800 W angewendet und über fünf Jahre gemittelt. Die geteilten Ausrichtungen sind als zwei Hälften mit je der halben Modulleistung gerechnet, die auf denselben Wechselrichter arbeiten.
Was dieses Modell nicht leistet:
- Stundenmittelwerte glätten kurze Spitzen. Die Aussage, dass 800 Wp die Grenze nicht erreichen, gilt für Stundenwerte. Eine kurze Einstrahlungsspitze kann den Momentanwert darüber heben, ohne dass der Jahresertrag davon berührt wird.
- Die Kappung ist als ideale harte Begrenzung modelliert; ein realer Wechselrichter regelt über den MPP-Punkt und weicht davon ab.
- Die 14 Prozent Systemverluste sind der PVGIS-Standardwert und enthalten bereits eine pauschale Annahme für Wechselrichterverluste.
- Verschattung ist nicht enthalten, und am Balkon wiegt sie schwerer als die Kappung. Die Verbraucherzentrale beziffert es so: „Auch wenn nur wenige Prozent eines Moduls verschattet sind, kann dies die Leistung um mehr als 50 Prozent reduzieren.“ Dazu Verschattung.
Die Abfrage lässt sich mit der öffentlichen PVGIS-Schnittstelle wiederholen (api/v5_3/seriescalc, Parameter lat=52.52, lon=13.405, angle, aspect, peakpower=0.8, loss=14, mountingplace=building, pvcalculation=1, startyear=2019, endyear=2023). Wer statt des Ertrags den Eigenverbrauch modellieren möchte, findet im Stecker-Solar-Simulator der HTW Berlin ein zweites, öffentlich dokumentiertes Werkzeug einer Hochschule. Die Einordnung in die Gesamtplanung: Balkonkraftwerk planen.
Häufige Fragen zum Balkonkraftwerk mit 800 Watt
Sind mit einem 800-Watt-Wechselrichter mehr als 800 Wp Module zulässig? Ja. § 8 Abs. 5a EEG deckt bis zu 2 Kilowatt Modulleistung hinter einem Wechselrichter mit bis zu 800 Voltampere. Es sind zwei getrennte Grenzen, die beide zugleich einzuhalten sind, und zusammengerechnet werden alle Steckersolargeräte hinter derselben Entnahmestelle: Zwei Geräte mit je 600 VA kommen zusammen auf 1.200 VA und fallen damit aus den Sonderregelungen heraus. Dieses Beispiel führt die Bundesnetzagentur selbst an.
Reicht bei einem Balkonkraftwerk mit 800 Watt der Schukostecker? Bei 800 Wp Modulleistung liegt der Aufbau unterhalb der 960 Wp, bis zu denen die Produktnorm DIN VDE V 0126-95 den Haushaltsstecker vorsieht. Ab welcher Modulleistung eine Energiesteckvorrichtung nötig wird und wie sich Gesetz und Norm hier zueinander verhalten: 960 Wp Schuko vs. 2.000 Wp.
Wie viel Geld spart ein Balkonkraftwerk mit 800 Watt im Jahr? Das hängt daran, wie viel des erzeugten Stroms zeitgleich verbraucht wird. Das Umweltbundesamt rechnet für seinen Fall mit 240 selbst verbrauchten Kilowattstunden und bei „einem angenommenen Arbeitspreis von 37 ct/kWh“ mit „Einsparungen von knapp 90 Euro pro Jahr“. Der BDEW weist für Haushalte 2026 im Mittel 37,0 ct/kWh aus, bezogen auf 3.500 kWh Jahresverbrauch und auf Neukundentarife; dieser Wert bildet ausdrücklich nicht den Durchschnitt der bestehenden Verträge ab. Die Rechnung mit eigenen Werten: Amortisation mit Strompreis-Szenarien.
Wird der überschüssige Strom vergütet? Im vereinfachten Verfahren nicht. Die Sonderregelungen nach § 8 Abs. 5a EEG setzen voraus, dass das Gerät „der unentgeltlichen Abnahme zugeordnet“ ist; was nicht im Haushalt verbraucht wird, geht dann ohne Vergütung ins Netz. Nach Angaben der Bundesnetzagentur kann sich der Betreiber stattdessen für die reguläre Einspeisevergütung entscheiden, was einen Zweirichtungszähler voraussetzt und die Anwendung der vereinfachenden Sonderregelungen ausschließt.
Hinweis: Dieser Beitrag informiert neutral über Technik und Rechtslage und ersetzt weder eine Elektrofachkraft noch eine Rechtsberatung. Anschluss, Absicherung des Stromkreises und die Statik der Befestigung lassen sich nur vor Ort beurteilen. Es werden keine Geräte verkauft, keine Kaufempfehlungen ausgesprochen und keine personenbezogenen Daten erhoben.